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Gezeichnetes realistisches Hundeporträt eines Labradors in Dreiviertelansicht mit Hängeohr, Fellstruktur und Schraffur als schwarze Strichzeichnung.

Zeichenanleitung

Hundeporträt zeichnen – realistischer Labrador in 11 Schritten

Ein realistisches Hundeporträt baust du in drei Phasen auf: Erst legst du mit Schädelkreis, Schnauzenblock und Mittellinie die Proportionen fest, dann zeichnest du Umrisse, Augen und Nase, und zuletzt entstehen Fell und Tonwerte aus feinen Strichen. Diese Anleitung zeigt einen Labrador in Dreiviertelansicht in 11 Schritten. Plane mit harten und weichen Bleistiften etwa 90 Minuten ein.

Stufe
Profi · Jugendliche & Erwachsene
Schritte
11
Dauer
1 Std. 30 Min.
Material
harter Bleistift (HB–2H), Bleistift, weicher Bleistift (2B–6B), Knetradiergummi, Spitzer
Techniken
realistisch zeichnen, Proportionen, Hilfslinien, Texturen (Fell, Haare), Tonwerte, Schraffur

Schritt für Schritt

  1. Gestrichelte Proportionslinien aus Schädelkreis, Schnauzenblock, gebogener Mittellinie und Augenlinie, darüber Oberkopf, Nasenrücken, Lefze und Unterkiefer in Rot.

    Schritt 1

    Lege die Proportionen mit dem harten Bleistift an: ein großer Kreis für den Schädel, davor ein schräger Block für die Schnauze, eine gebogene Mittellinie von der Stirn über den Nasenrücken zur Nase sowie Augen- und Nasenlinie. Darüber ziehst du die Kopfform: flacher Oberkopf, deutlicher Stopp – der Knick zwischen Stirn und Nasenrücken – und eine tiefe, eckige Schnauze mit Unterkiefer.

  2. Ein großes, hängendes Ohr mit runder Spitze und Faltlinie am Ansatz hinten am Kopf in Rot.

    Schritt 2

    Setze das nahe Ohr hinten an den Schädel. Beim Labrador hängt es als breites, nach unten schmaler werdendes Dreieck mit runder Spitze bis etwa auf Höhe des Mundwinkels. Eine kurze Linie am Ansatz zeigt die Falte, an der das Ohr umklappt.

  3. Wangenlinie vom Mundwinkel zum Ohr, Kehle und Nackenlinie, die nach unten offen enden, in Rot.

    Schritt 3

    Zeichne die Wangenlinie vom Mundwinkel zum Ohr sowie Kehle und Nacken. Der Hals eines Labradors ist kräftig: Die Linien laufen nach unten leicht auseinander und hören offen auf, das Fell übernimmt später den Abschluss.

  4. Ein größeres nahes und ein schmaleres fernes mandelförmiges Auge mit flachen Brauenbögen in Rot.

    Schritt 4

    Setze die Augen auf die Augenlinie. In der Dreiviertelansicht ist das nahe Auge größer, das ferne wirkt schmaler, weil es um den Kopf herum zeigt. Beide sind mandelförmig und leicht schräg. Darüber deutet je ein flacher Bogen den Brauenknochen an.

  5. Eine breite Hundenase mit zwei kommaförmigen Nasenlöchern, Nasenrinne und Mundwinkel in Rot.

    Schritt 5

    Zeichne die Nase am Ende des Nasenrückens: von vorn breiter als hoch, oben fast flach. Die Nasenlöcher sind kommaförmig und zeigen nach außen, das ferne ist kleiner. Von der Nase führt eine kurze Rinne zur Oberlippe, dazu kommt der Mundwinkel.

  6. Ausgearbeitete Augen mit schraffierter Iris, dunkler Pupille, weißem Glanzlicht und kräftigem oberen Lidrand in Rot.

    Schritt 6

    Arbeite die Augen aus: Die dunkle Iris füllt fast das ganze Auge, die Pupille liegt in der Mitte, ein kleines Glanzlicht oben links bleibt weiß. Den Lidrand ziehst du oben kräftig nach. Iris-Schraffur und Glanzlicht müssen in beiden Augen zur gleichen Lichtquelle passen.

  7. Kurze Fellstriche auf Schnauze und Stirn, auf der Schnauze nach hinten, auf der Stirn nach oben gerichtet, in Rot.

    Schritt 7

    Jetzt beginnt die Textur. Zeichne auf Schnauze und Stirn kurze Fellstriche in Wuchsrichtung: auf der Schnauze von der Nase nach hinten, über dem Stopp nach oben und hinten zum Hinterkopf. Auf hellen Flächen setzt du nur wenige Striche, in Schattenzonen mehr.

  8. Fellstriche auf Wange und Kinn nach hinten-unten und längere Striche im Ohr von oben nach unten in Rot.

    Schritt 8

    Auf Wange und Kinn läuft das Fell nach hinten und unten. Im Ohr zeichnest du längere, leicht gebogene Striche von oben nach unten. Am hinteren Ohrrand und dort, wo das Ohr aufliegt, werden die Striche dichter.

  9. Lange, senkrechte Fellstriche an Hals und Nacken, die nach unten auslaufen, in Rot.

    Schritt 9

    Am Hals fällt das Fell senkrecht nach unten. Die Striche sind hier am längsten und laufen unten locker aus, statt an einer Kante zu enden. Der Nacken auf der Schattenseite bekommt mehr Striche als die Kehle.

  10. Schraffuren in den Schattenzonen unter dem Ohr, an Kehle, Nacken, Ohrrand und Schnauze, teils als Kreuzschraffur, in Rot.

    Schritt 10

    Baue die Tonwerte auf, also die Abstufungen von Hell nach Dunkel. Das Licht kommt von links oben. Schraffiere mit dem weichen Bleistift die Schattenzonen: unter dem Ohr, an der Kehle, im Nacken, am hinteren Ohrrand und unter dem Auge. Wo es am dunkelsten ist, legst du eine zweite Lage quer darüber – das nennt man Kreuzschraffur.

  11. Fertiges Hundeporträt: neu in Rot sind die schraffierte Nase mit Glanzstreifen, Punktreihen auf der Lefze und feine Tasthaare.

    Schritt 11

    Zum Schluss schraffierst du die Nase dunkel und lässt oben einen hellen Glanzstreifen frei. Setze Reihen kleiner Punkte auf die Oberlippe, aus denen die Tasthaare wachsen, und ziehe wenige lange, feine Schnurrhaare. Radiere die Proportionslinien vorsichtig mit dem Knetradiergummi weg.

Typische Fehler und Tipps

Ideen zum Weiterzeichnen

Schwarzer Labrador mit sehr dunklen Tonwerten und hellen GlanzlichternHundeporträt im ProfilWelpenporträt mit kürzerer Schnauze und größeren AugenPorträt des eigenen Hundes nach einem Foto

Zum Ausdrucken

Die Anleitung als PDF zeigt alle Schritte auf einem A4-Blatt mit Platz zum Üben. Auf dem Übungsblatt ist das Motiv gestrichelt vorgezeichnet – erst nachfahren, dann daneben frei zeichnen.

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Ausmalbild: realistisches Labrador-Porträt mit Fellstruktur

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